Odin, Buddha, Pan und Darwin. Das Neuheidentum

22,00 

von Peter Bickenbach  2. erw. u. korr. Aufl. 2015. 292 S. 410 gr. ISBN 3-944064-33-X. Gb. 22,– €

 

 

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Beschreibung

Der Autor zeigt, daß für die verschiedenen neuheidnischen Gruppen die Gegnerschaft zum Christentum konstitutiv ist. Bei einer gründlichen Prüfung von Selbstverständnis und Argumenten wird deutlich, daß niedergangswillige Kirchen, die verfälschte, angepaßte und verspießerte Lehren verkünden, für ein groteskes Zerrbild vom Christentum und dem Verhältnis von Christentum und Deutschtum verantwortlich sind. Anliegen des Buches ist ein Appell an die Protagonisten der neuen Bewegungen, zu prüfen, ob sie nicht mit ihrer Traditionsverkennung und Traditionsabwehr dem Nihilismus der Moderne zuarbeiten.

Kommentare

Ellen Kositza

Ellen Kositza ist Literatur-Redakteurin und Mutter von sieben Kindern.

Peter Bickenbach setzt sich aus christlicher Perspektive mit dem sogenannten Neuheidentum auseinander. Per aspera ad astra: Darum das Bedauerliche an diesem Buch zuerst. Aus christlicher Sicht ist der Neo-Paganismus (der in seinen modischsten Erscheinungsformen sich gern schwarzgewandet präsentiert) ein Obskurantentum, eine düster-magische Geschichte, auch wenn »Lichtgottheiten« dort als Rollenträger (unter anderen) fungieren. Nun kommt das Buch selbst reichlich verschleiert daher:

Der verrätselte Titel an sich (in Lila) verrät wenig, er verschwindet auch optisch im Braun des Untergrunds. Wir finden auch keinen Hinweis zum Autoren – ist er Sozialwissenschaftler, Theologe oder »interessierter Zeitgenosse«? Wir erfahren es nicht; und wenn eine Fußnote besonders interessant erscheint, finden wir über Strecken »Ebenda« und müssen blättern. Da ein Literaturverzeichnis fehlt, bleibt uns, gewissermaßen abgedunkelt zu lesen. Das macht dann nicht viel, wenn man erkennt: Es ist keine Publikation für eine breite Leserschaft, sondern für eine enger gefaßte »Szene«. Wir dürfen diese als jungkonservatives Milieu begreifen. In diesem Rahmen hat Bickenbachs Buch seine Meriten.

Bickenbach wendet sich implizit an ein »anti-modernes« Publikum, an Leser, die mit dem Fortschrittsglauben hadern, die sich auf einem Weg jenseits materialistischer Vorstellungen sehen, die ein Heil jenseits der sichtbaren Welt erahnen. »Anlaß dieses Buches waren Begegnungen und Gespräche mit Menschen, die kein lebendiges Christentum erfuhren und die Kirchengeschichte nur aus zeitgenössischen Darstellungen kennen«, schreibt Bickenbach. Nach seiner Einschätzung orientierten sich »auf der politisch rechten Seite« die meisten Anhänger an einem »Germanentum«, wobei sich esoterische und radikal-biologische Standpunkte unterscheiden ließen. In drei untergliederten Großkapiteln (»Geschichte und Selbstverständnis der Neuheiden«, »Die Deutung von Brauchtum und Überlieferung« und »Postmoderne Religiosität«) sortiert der Autor sein Arsenal gegen jene, die gegen die »orientalische Wüstenreligion«, die »seelische Verknechtung« und den »Identitätsraub« und den vorgeblichen »Völkermord« durch das Christentum polemisieren.

Erst die zeitgenössische verunklarende Verkündigungspraxis, die statt der eigentlichen Offenbarung die angeblichen Ansprüche »moderner Scheinwerte« in den Vordergrund gestellt habe, »konnte die Vorstellung nähren, das Christentum sei eine Religion der Schwachen, Zukurzgekommenen und Lebensuntüchtigen.« Bickenbach entlarvt – und er tut dies auch mit Hilfe »neo-paganer« Nenngrößen wie Julius Evola – das »lyrisch-subjektive Pathos«, das von Naturerscheinungen hervorgerufen werden kann; er hat auch seinen Nietzsche gründlich gelesen, wie er überhaupt neben gebotener Polarisierung eine Synthese anstrebt.

Das Christentum, das er meint, ist streitbar, tüchtig, kulturstiftend und heroisch. Nach Bickenbach verdankt die neuheidnische Kritik am Christentum dem liberalen Protestantismus ihre Beweggründe. Sie argumentiert selbst auf dem Boden einer relativistischen, individualistischen und eigentlich antitraditionellen Religionserfindung – es gibt keine »heidnische Überlieferung«. Der Autor zitiert aus umgedichtetem Liedgut: »O du fröhliche, o du ahnende / lichtverkündende Wintersonnwendzeit«, er verweist auf Parallelen linker und rechter Religionskritik. Die Neuheiden bekämpfen zugleich einen Pappkameraden, nämlich ein von langer Hand umgewertetes, verbogenes, »geupdatetes« Christentum.

Bickenbach begleitet beispielhaft den Glaubensweg des irrlichternden Gorch Fock, der als Sohn frommer Eltern erst Gott gegen Nietzsche verteidigte, dann zum »Germanengläubigen« wurde (»Mein Zion ist Walhall!«) und im Verlauf des Jahres 1915 bei seinen Einsätzen in Rußland, Serbien und Verdun Monate vor seinem Tod ringend zum Glauben seiner Väter zurückfand: »Den größten Segen des Krieges haben die erfahren, die sich von ihm zu Gott führen ließen.«

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Matt Anon O’Herne

Ich, als “Neuheide” und Religionswissenschaftler, werde es lesen. Ich habe schon damals Dr. Weißmann genau zugehört als ihn Götz Kubitschek interviewt hat. “Unsere Zeit kommt”, hieß das Buch, glaub’ ich. Allerdings fand ich seine Argumentation nicht befriedigend. Ich habe auch mit Martin Lichtmesz über diese Themen in Wien gesprochen. Er sagte (meiner Erinnerung nach), dass wenn die Bibel für viele Generationen geistreicher Intellektueller eine Quelle der Weisheit und Inspiration gewesen ist, sie für ihn als religiöse Instanz ebenfalls ausreiche. Meine Nietzsche-, Crowley- und Evola-“Phasen” sind jetzt länger her und ich finde die vulgäre Ablehnung des Christentums als “Wüstenreligion” auch etwas unausgereift. Trotzdem bleibt der Umstand unbestritten, dass der Tannenbaum und das Osterei (usw. usw.) keine christlichen und orientalischen Bräuche sind. Dass unsere Sprache, Mentalität und unsere Seinsweise (manchmal “deep culture” genannt) in heidnischen, auch ländlichen, Bräuchen wurzeln, nicht in Rom oder Jerusalem. “Du darfst nicht töten”, macht keinen Sinn, wenn man in den Krieg ziehen muss. Odin und Thor schon. Wie dem auch sei, diese Fragen muss jeder für sich selbst beantworten. Alain de Benoists “Heide sein zu einem neuen Anfang” hat mir aus der Seele gesprochen. Dr. Stephen Flowers’ “The Northern Dawn – A History of the Reawakening of the Germanic Spirit” ist auch ein “must-read” in diesem Kontext (https://www.arktos.com/stephen-e-flowers-the-northern-dawn.html). Ich sage aber auch, dass das was unter dem Namen “(Neu-)Heidentum” daher kommt, mir doch öfter die Schamesröte ins Gesicht treibt. Das wird aber vielen Christen in der “Käßmann-Republik” – gerade jetzt in Zeiten von PEGIDA – nicht anders gehen, wenn man sich die Reaktionen der Kirchenmänner anschaut.


Kim Laurenz

Nun, aus dem bunten Kessel “Neo-Heidentum” sucht man sich die Protagonisten, die das eigene Vorurteil am besten stützen und ignoriert diejenigen, deren Argumentation nicht so leicht zu zerschießen ist. Wie auch immer, eine pagane Spiritualität bedarf keiner “Überlieferung”, da sie sich aus dem Unmittelbaren speißt. Es sind genügend Fragmente vorhanden, um eine Grundlage für die Praxis zu schaffen. Darüber hinaus sind die Paganen, die ernsthaft versuchen die Geistesgeschichte der letzten 2000 Jahr zu ignorieren, schon arm dran.
Was die “Tradition” angeht, braucht man Beispielsweise die Bibel nicht einmal von wissenschaftlicher Seite aus anzugreifen. Da die Kohärenz nicht einmal im Neuen Testament gegeben ist, steht den Christen ein Kritik heidnischer Texte nicht.


eterum censeo

Als Agnostiker bin ich fassungslos, wenn ich die Endstation der Sinnsuche der Menschen, insbesondere im Freundeskreis sehe. Nichts ist dämlich genug für Mittvierziger, die ihr unfruchtbares, vertrocknetes Singledasein glauben, mit Sinn erfüllen zu müssen. Dabei scheint oberstes Gebot frei nach W.Busch zu sein:”schön ist es auch anderswo, und hier bin ich sowieso”.
(Nebenbeibemerkt betrifft das Thema meist nur Frauen oder weibische Männer.)
Die eine faselt wirres Zeug von Chakren und besucht einen teuren Lehrgang, wo sie lernt, fremden Kerlen im Popo rumzupulen (kein Witz, und die Abschlußprüfung darf sie am Kursleiter, so einer Art abgefucktem 68er-Guru praktizieren), die nächste himmelt plötzlich den verlogenen Dalai Lama und den widerwärtigen Bhuddismus an, welcher für das todkranke Kind den Trost bereithält, im vorherigen Leben ein Drecksack gewesen zu sein! Vegane Ernährung, ekelige Kräutertees und Himalayasalz gehören natürlich zum Mummenschanz dazu. Da man in der Schule nicht aufgepaßt hat, hält man letzteres für etwas anderes als das hochbedenkliche Natriumchlorid, Aufklärung über diesen simplen Irrtum wird herablassend ignoriert.:-)
Es ist für mich nur mit der Dekadenz unserer sterbenden Gesellschaft zu erklären, daß man sein Heil in solchem Firlefanz sucht.
Bei Lichte betrachtet, ist doch unsere christliche Religion noch die beste, die mir bekannt ist, wenn man das neue Testament betrachtet. Warum also den “Großen Grünen Arkelanfall” anbeten und auf die Wiederkehr des weißen Taschentuches warten, wie es Douglas Adams beschrieb?


Martin Lichtmesz

“Du sollst nicht töten” war gemeint als “Du sollst nicht morden”. Ansonsten strotzt das Alte Testament ja nur so von Tötungsaufforderungen, Kriegen, Schlachten und gar von Gott verordneten Genoziden.

Ich finde die Reden à la

Aber eines weiß ich, meine Ahnen haben sehr viel mehr Jahrtausende heidnisch „gedacht“ als an den Gott aus dem Orient geglaubt.

… immer ein wenig belustigend, vor allem das “meine Ahnen” hat eine außerordentliche Komik. Unsere unmittelbaren Ahnen waren jedenfalls mindestens ein Jahrtausend lang Christen, und je weiter sich der Ahnenstamm in die Geschichte verläppert, umso abstrakter wird der Horizont vor dem sich das abspielt, und umso weniger haben diese “Ahnen” noch etwas mit “uns” zu tun. Das klingt so, als sollte ich meinen Ururgroßeltern treuer und verbundener und verpflichteter sein, als meinen Eltern und Großeltern, was gleich auf mehreren Ebenen ein Unfug ist. Wie “viel mehr” Jahrtausende da irgendjemand etwas geglaubt oder gedacht hat ist dabei völlig unerheblich.

Diese “Ahnen” gibt es indessen schon lange nicht mehr, bzw. hat sich ihr Rohstoff schon längst in neue Gemische umgewandelt, die mit ihnen nur mehr teilweise zu tun haben. Die Familiengeschichte ist ja seither erheblich weitergegangen. Den Einbruch des Christentums in Europa aufheben oder dahinter zurückgehen zu wollen, ist wie, als wollte man eine Schwangerschaft rückgängig machen oder die Großeltern aus dem Stammbaum streichen wollen. Man muß begreifen, daß das Christentum zeugend gewirkt hat, und daß wir heute alle seine Kinder sind, auch diejenige, die von einem “Gott aus dem Orient” schwätzen. Unsere “Ahnen” des germanischen Mittelalters haben jedenfalls nicht in diesen Kategorien gedacht, sie waren im Gegenteil hochempfänglich für diesen Glauben. Usw.


Fenris

“Das Christentum, das er meint, ist streitbar, tüchtig, kulturstiftend und heroisch”

Also wer in dem Christentum eine”heroische Religion” sieht, hat sie nicht verstanden. Es ist in erster Linie eine Sklavenreligion, wer sonst sollte an einer Erlösungsreligion interessiert sein? Nein, so funktioniert das nicht. Und das Christentum mit seiner Primärinstanz der Katholischen Kirche war die größte Katastrophe, die Europa passieren konnte.

“Der 25. März wiederum galt eine Zeitlang als der Todestag Jesu, sicher aber als der Tag der Welterschaffung”

Bei so einem Satz hat jemand jegliche Seriösität verspielt.


Ralf Kaiser

Die katholische Kirche mag sich zu einer wissenschaftsfreundlicheren Haltung allmählich durchgerungen haben, und es gab natürlich Gregor Mendel und sicher auch einige andere, aber bereits der angebliche Erfinder des Schwarzpulvers, der Mönch Berthold Schwarz, hat wahrscheinlich nie gelebt.

Der wohlbekannte Fall Galilei dagegen offenbart eine angestammte Wissenschaftsfeindlichkeit der Kirche und stellte sich damals in eine Kontinuität, die sich zurückverfolgen läßt bis zur Verwüstung der Bibliothek von Alexandria durch einen christlichen Mob im Jahr 391. Dabei ging ein unersetzlicher Wissensschatz für immer verloren.

Was Ihre Rechtfertigung des christlichen Glaubens betrifft, so enthält sie ein solches Ausmaß an sogenannten “Glaubenswahrheiten”, daß Sie damit keinen Andersdenkenden, der diese subjektiven Prämissen nicht schon teilt, jemals überzeugen werden.


Arkjold der Klimperheide

Wer auch immer das hier vor der Freischaltung liest, dem schick ich dies hier voraus: nein, dieser Kommentar ist nicht zu unkorrekt für die Veröffentlichung – allenfalls zu anstrengend…

Immer wieder die gleiche Reaktion bei mir, wenn ich sehe, wie man versucht den toten Gott zu neuem Leben zu erwecken, wahrscheinlich noch nach dem Motto “ist doch egal wie absurd die Glaubensinhalte sind, Hauptsache wir halten damit die Sonne über dem Horizont”: NEIN, NEIN UND NOCHMALS NEIN!
Das größte Verbrechen der abrahamitischen “Religionen” ist, daß sie den Gottesbegriff völlig pervertiert haben. Daß sie die Götter getötet haben, indem sie sie von der Erde abgespalten haben.
Der im Wesen der Zeit liegende Verfall der Religion ist allerdings so alt wie die Kultur selbst (anfänglich die absolute Einheit aus Kunst, Religion und Philosophie), die ursprünglich eine Reaktion auf die Hybridisierung des (hochintelligenten und uns Heutigen weit überlegenen) Neandertalers und die damit einhergehende Entfremdung vom europäischen Lebensraum war. Die heute lebenden “weißen Afrikaner” können das meistens gar nicht mehr nachvollziehen. (Wer an dieser Stelle das moderne Bild vom Steinzeit-Untermenschen im Sinn hat, der möge bitte mal versuchen mit nicht mal einem Feuerzeug geschweige denn irgendeiner modernen Technik auch nur eine Woche im Winter in einem nordeuropäischen Wald zu überleben – Fortschritt ist eine moderne Lebenslüge schwächlichen Bioflickwerks und Technik ist die Lebenserhaltungsapparatur eines bereits toten Aeons!)
Im Judentum ist – um mal ein wenig als Marxist zu posen – dieser quantitative Verfall allerdings “in Qualität umgeschlagen”, als die Abbilder ihren Bezug zu ihrem eigentlichen Sein völlig verloren hatten, da das biologische Flickwerk, das als Betrachter vor ihnen stand ihren Sinn nicht mehr begreifen konnte. Überhaupt den Sinn der Welt nicht mehr begreifen konnte (wie diese mehr als überbewertete Nihilistenwurst Wittgenstein in jenem Zitat “Nicht wie die Welt ist, ist das Mystische, sondern daß sie ist” im obigen Kommentar von Harald de Azania). Davor mag der Mensch zwar bereits ein jämmerliches Bioflickwerk gewesen sein, das auf Zivilisation angewiesen ist um zu überleben, aber immerhin hatte er noch eine vage Erinnerung an die gesunden Ahnen (die eigentlichen Götter, wie auch die ansonsten noch intakte Natur die Gottheit war). Als diese Erinnerung verloren ging (wo auch sonst als in der levantischen Wüste, insofern ist das mit der Wüstenreligion alles andere als unreif – allenfalls leicht komprimiert), da kam dem Flickwerk die Idee eines Gottes, der radikal von der Erde getrennt ist. Nicht als Dyaus pitar (Zeus, Jupiter, Tyr), der als Vater des Himmels noch ein Wettergott war, sondern als ins Nichts projizierter Demiurg, den aber ein den “Ahnenkult” so lustig findender Überdenker wie der Herr Lichtmesz anscheinend für realer hält als das Wetter. Noch gibt’s in Europa ein paar Blonde und Blauäugige – auch wenn auf einige Abraham frönende Subjekte Wagners schönes Wort “entartet Geschlecht, unwert der Ahnen” ganz unabhängig von phänotypischen Merkmalen durchaus zutrifft, wenn diese denn versuchen Rauchbomben vor die geschichtliche Perspektive zu werfen, wie so manch einer das in einem offenbar kryptojüdischenen Eifer versucht. Herr Lichtmesz, soviel ich weiß, sind die Sachsen erst dann empfänglich für dieses absurde Zeug aus der Levante geworden, nachdem Karl der Betrogene Tausende von ihnen abschlachten ließ, wie es ihm anscheinend der Gott des alten Testaments “nach alter Manier” aufgetragen hatte, was bei Dir ja vermutlich die große Wonne auslöst, wie ich aus Deinem Kommentar entnehme. Und Deine originelle These, daß jene Sachsen nicht in den Kategorien des Ahnenkults gedacht haben, finde ich meinerseits einigermaßen belustigend. Sagt aber eine Menge über Dich aus, wie Du vermutlich wider besseres Wissen über diese Dinge schreibst. Aber nur mal zur Veranschaulichung, falls Du das eventuell doch nicht begriffen hast: wenn denn ein gläubiger Jude sich Abraham stärker verpflichtet fühlt als seinem nichtjüdischen Großvater, dann ist das kein Unfug, sondern ein notwendiges Merkmal des Judentums und eine natürliche Bevorzugung der eigenen Art, sei sie noch so sehr durch Hybridisierung beeinträchtigt. Wenn nun ein Nordeuropäer sich Odin stärker verpflichtet fühlt als einem eventuell aussereuropäischen Großvater, dann ist dies noch viel weniger ein Unfug, da dieser Nordeuropäer bei weitem (noch) nicht von Grund auf so hybridisiert ist wie ein Jude. (Zu böse? Dann ist die Wahrheit halt böse, was soll’s…)
Wer meint, es gäbe keine heidnische Überlieferung, hat nicht begriffen, was Religion überhaupt ist. Die Germanen hatten keine Kirchen und keine heiligen Schriften, weil es sie schlicht nicht braucht. Irminsul war vermutlich nichts anderes als ein Baum, und wenn nicht, so repräsentierte sie ihn jedenfalls. Bücher lassen sich verbrennen und weg sind sie (zum Glück…) – brenn aber einen Baum nieder und es wird ein neuer wachsen. Das ist die heidnische Religion und Überlieferung, welche auch dann noch Bestand haben wird, wenn hoffentlich nicht mehr eine einzige Bibel und Koranausgabe existiert! Heil der ewigen Irminsul!

M.L.: Schon wieder einer, der mit mir per Du ist, und von dem ich keine Ahnung habe, wer es ist. Schon allein das rechtfertigt eigentlich eine Löschung des Kommentars. Ganz zu schweigen von den Strohmannattacken auf Dinge, die ich nie behauptet habe. Im Interesse des Diskussionspluralismus und der Unterhaltung – und weil es keine schlechte Illustration zu Bickenbach ist – lasse ich diesen spektakulären Sektiererquatsch mal stehen.

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